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Aktuelle Fotos und Projekte:

2019.  Meine homepage wartet schon dringend auf Instandhaltungsmaßnahmen. Nur die notwendige Zeit und Muße will sich nicht einstellen.  Der Winter lähmt immer die Kreativität, zu wenig Sonne, zu wenig Licht, warum halten wir Menschen eigentlich keinen Winterschlaf ?

Anbei ein kleines Sammelsurium an Bildern, die in letzter Zeit an meinen Lieblingsplätzen entstanden sind. Einfach zum Reinschauen.


Jänner 2019, Sie sind wieder da .....

... die Wölfe in Österreich.  Gemäß Medienberichten streunen schon mehrere Rudel Wölfe durch unsere dichten Wälder. Das ist ein kontroverses Thema. Unsere Viehbauern und Schafzüchter sehen die Entwicklung mit verständlicher Sorge, weil Mehrkosten zu erwarten sind und gerissenes Vieh ersetzt werden muss.  Dennoch ist der Gedanke faszinierend, dass mitten in unserer Kulturlandschaft wilde Tiere ihren Platz für Lebensraum beanspruchen.


In einer Dokumentation hat eine Schafzüchterin dazu folgenden Gedanken formuliert:  " wir können nicht alles vergiften, erschießen und ausrotten, was uns nicht in den Kram passt"  Ich finde dieses Argument darf ins Gehirn übernommen werden zum Zwecke des Nachdenkens.  Wir haben die Macht darüber zu entscheiden.

Ich nehme an als Schaf würde ich wenig Verständnis für diese liberale Einstellung aufbringen können. Hoffen wir also, dass wir einen Weg finden, den Wolf als Bereicherung zu verstehen, und ihn trotzdem von unseren Schafen fernzuhalten.

Meine Fotos dazu sind im Naturpark Ernstbrunn entstanden. Dort wird neben anderen Tierhaltungen auch eine Station für Forschungsarbeit mit Wölfen betrieben.  Vor allem im Winter kann man die Tiere gut beobachten, weil kein dichtes Blätterwerk die Durchsicht stört. Jäger und Beute leben dort nebeneinander. Wildschweine gehören fast zum alltäglichen Bild im Nationalpark Donauauen, an Mufflons (Wildschafe) kann ich mich als Kind noch erinnern - diese dürften aber als Jagdwild damals bei uns in der Au eingebürgert worden sein (Bürger des Auwaldes sozusagen).

Die Hoffnung einen Wolf in freier Wildbahn zu sehen muss wohl als allzu romantisch verworfen werden. Bevor ich den Wolf sehe, hat der mich längst bemerkt und vermeidet wahrscheinlich den Stress einer Begegnung mit einem Menschen. Die machen einfach viel zu oft Probleme, diese komischen Menschen !



 

 

Fotografie für Faule, 5 Schritte von der Haustür entfernt im sommerlichen Garten:

 

… im weitgehend naturbelassenen Schutzgebiet "mein Garten" können sich Flora und Fauna ohne nennenswerten Eingriff von Menschenhand ausbreiten. Das Ergebnis der deregulierenden Maßnahmen des Eigentümers ist eine große Artenvielfalt, trotz der beschränkten Ausdehnung des Gebietes. Es raschelt und brummt, sirrt und summt, es tiriliert und sabbert, es gähnt und faucht überall in den verborgenen Ecken. Weil nur wenige Menschen und nur selten und frühestens ab Mittag dort so wenig wie möglich herumstören, sind die Tiere nicht scheu und lassen sich gerne bei ihren wichtigen Tätigkeiten über die Schulter schauen …

Die Fliege verweilt zwecks süßer Nachspeisenaufnahme nur kurz auf der Echinacea, und wird sich alsbald wieder im munteren Reigen ihrer Artgenossen entlang der Duftspur in die Küche verfliegen, wo das Katzenfutter - Quell aller Begierde und gleichzeitig wurlige Kinderstube - höchstes Glück verspricht…. 

 


Black and white.  Leben und Tod. Zukunft und Vergangenheit. Bezaubernder Augenblick und wehmütige Erinnerung. Ankunft und Abschied. Erste Sonnenstrahlen und letztes Tageslicht. Warmer Sommerwind und kühler Abendhauch. Brother sun and sister moon.


Ende Februar 2018. Die Wiener Lobau beim oberen Mühlwasser.  An sonnigen Plätzen schmilzt bereits die Schneedecke und gibt einen Blick auf den  lebendigen Waldboden darunter frei.  Dort warten schon viele kleine grüne Blätter und Gräser auf den Befehl zur neuerlichen Machtübernahme.  Das alte Bruchholz nährt den Boden für die bevorstehende Blüteninvasion , und ich behaupte sogar den Steinen ist die Vorfreude auf kommende sonnenwarme Tage anzusehen.

Gleich daneben eine kühl gehaltene Variation von Winterdisteln im ersten zaghaften Sonnenlicht. Alles wartet auf den Frühling, doch ganz ohne Reiz bleibt diese kalte Winterstimmung nicht. Man kann die Stille des noch schlafenden Waldes erahnen,  auch wenn die trockenen Disteln leise im Wind rascheln.

Am Wegesrand wachsen einige beinahe gruselige Gespinste, sie flüstern Geschichten aus frostigen Nächten und nebelgrauen Wintertagen.


Jänner/Februar 2018. der Sturm im Wasserglas, brutaler Mord an einer Pomelo, Szenen aus dem Broccoliwald, und andere Seltsamkeiten.   Oh nein - hier sind keine Drogen im Spiel - vielmehr hat die Anschaffung neuer Makroobjektive einen Kreaktivitätsrausch mitten in der Winterdepression ausgelöst.  Draußen wütet der Graunebel rund um den Gefrierpunkt, wir bleiben indoor und erfinden so manch seltsame Fotoinstallation.

Der bunte Farbenrausch der ersten beiden Bilder entstammt einer genialen Idee von Christine und Peter, zwei Freunden meiner Wenigkeit. Peter mischt in einer Glasvase Salzwasser und Airbrushfarben zusammen, Christine fotografiert mit ihrer Sony Alpha 6000 das darauf folgende, so richtig faszinierende Schauspiel. Ich stelle diesmal nur die Vase, das Salz und das Wasser zur Verfügung, bleibe aber sonst unkreativ.  Man sieht sofort - das Ergebnis meiner Passivität ist deutlich spektakulärer als wenn ich selbst fotografiere ;-) 


Februar 2018. Winterwunderland. Beim Klippitztörl am Gipfel des Hohenwart existiert weit oberhalb der ewigen Winternebel eine  fremde Welt.  Am Himmel  scheint ein strahlender Stern, dessen intensives Licht die Seele durchleuchtet. Viele Bäume tragen traditionelle Wintermäntel, und der frische Schnee knirscht unter den Schuhen der staunenden Weltenwanderer. Hier heroben tüftelt Meister Winter gerne an neuen, spektakulären Landschaftskunstwerken.


Jänner 2018, ein verwunschenes Hexenhaus am Ufer des schwarzen Sees, und ein Opernhaus inmitten der Hauptstadt.

 

Das Hexenhaus scheint ein Trugbild zu sein, es ist schwer zu finden, so als stünde es nicht immer am gleichen Ort im Herzen des wilden Auwaldes. Der schwarze See, in dessen Wasser manch schreckliches Geheimnis lauert , bewacht den Zugang, und wenn diese Geschichte tatsächlich wahr sein sollte, dann steht es wohl noch immer dort irgendwo, das seltsame Haus am Ufer. Oder aber es steht doch ganz woanders, und dann ist es vielleicht gar kein Hexenhaus, wer kann das schon so genau wissen ...

 

Das Opernhaus dagegen ist leicht zu finden. Gegen Abend strahlen seine Fenster in den Himmel und manchmal umgeben feinste Töne das Gebäude wie ein Gespinst aus leisen Ahnungen. Das Bild zeigt die Rückseite der Oper mit einem der roten Lieferantentore, wo die gewichtigen Sänger/innen vorsichtig abgeladen und ins Innere des Opernhauses verbracht werden. Oder aber auch nur diverse Bühnentechnik, wer kann das schon so genau wissen ... 

 

(beide Fotos in Photoshop bearbeitet)

 


Oktober 2017. Herbstlichtschauen. Bevor der Winter die Landschaft in Beschlag nimmt, erinnert uns die Sonne noch einmal an die Farbenpracht, welche wir für die nächsten Monate so schmerzlich vermissen werden. Bis am Ende wieder ein neuer Anfang in Gestalt des Frühjahres mit Macht einziehen wird.


Ende Juli 2017, am Gießgang in der Stockerauer Au. Die heftigen Regenfälle der letzten Tage ließen den Wasserstand der Donau und ihrer Seitenarme stark ansteigen, eine gute Gelegenheit für eine Fahrt mit dem Kanu. Die Stockerauer Au ist ein Naturschutzgebiet nordwestlich von Wien. Der künstlich geschaffene Gießgang bewässert dieses Augebiet, und sorgt mit wechselnden Wasserständen immer wieder für natürliche Überflutungen. Beginnend in Altenwörth durchfließt der Gießgang über Tulln bis zum Kraftwerk Greifenstein etwa 42 Kilometer Auwald.

 

Über 40 Fischarten sind in diesem "Urwald" heimisch, und das breite Nahrungsangebot lockt viele Vogelarten an, wie z.B. den schnellen Eisvogel, die scheuen Silber- und Graureiher,  den Milan, den Storch, sowie See- und Fischadler. Wobei es schon ein Stück Glück braucht, eines dieser Tiere zu sichten. Auch die großen Auhirsche durchstreifen dieses Rückzugsgebiet, ich hatte in 20 Jahren 2 Begegnungen mit diesen beeindruckenden Waldbewohnern , man könnte also sagen man sieht sie eher selten.    (Fotos vom "Urwald" siehe auch Galerie Auenland.)


Mai 2017, Mittelalterfest in Hainburg an der Donau. Der feuerspeiende Marionettendrache war eine Sensation. Ich hoffe mal sein Herr und Meister führt keinen Einwand, wenn ich ein paar Bilder einstelle. Die gesamte Erscheinung war sehr detailreich gestaltet und genial bespielt, die Hitze der Flammen deutlich spürbar ! Wahrscheinlich ist er der Letzte seiner Art.  Hier kommt er also:  der furchtbar feurige Marionettendrache !!


Fotoprojekt "Esmeralda" , mehr dazu in der Galerie gleichen Namens, das Bild führt als link direkt zu ihr ...


Ende März 2017. Endlich ist es soweit. Der Frühling befüllt wieder alles Land mit Knospen und Blüten, mit Gesumme und Gezwitscher, mit Farben und Düften.

Die Sonne sendet goldene Strahlen durch das Unterholz. Wer jetzt nicht draußen die Welt bestaunt, versäumt das Beste ! Eine neue Zukunft ist da.


Am 07.  Februar 2017 am Klippitztörl in Kärnten. Der Mond zeigte einen riesigen Lichtkreis, wie ich das vorher noch nie beobachten konnte. Mit Stativ und einem Fisheye Objektiv entstanden diese Aufnahmen. Inzwischen wissen wir, dass es eine sogenannte "Halo-Erscheinung" war.  die sowohl am Mond, als auch an der Sonne beobachtet werden kann. Unter bestimmten Wetterbedingungen entstehen diese spektakulären Lichteffekte.   


08.01.2017.  Einer jener Wintertage, an denen die Sonne trotz Vorhersage nicht durch die Wolken reicht. Der Ottensteiner Stausee zeigt sich einsam und verlassen, frischer Schnee knirscht unter den Schuhen. Manch ein Bild scheint gar nicht von dieser Welt zu sein.


02.01.2017.  Happy new year in a frozen world: