In der "minimalistischen Fotografie" versucht der Fotograf eine reduzierte, klare Bildkomposition zu finden und sein Bild auf eine Botschaft zu reduzieren.  Diese Form der Fotografie entwickelte sich Ende des 20. Jahrhunderts aus der Kunstrichtung der abstrakten Malerei.  In den Bildern ist viel Raum vorhanden, der den Betrachter sein eigenes Empfinden erspüren lassen kann.

Statt einer Überfüllung mit mehreren Geschehnissen in einem lebhaften Bild ensteht hier der Versuch einer Reduktion auf eine einfache Formensprache, welche genau durch diese Einfachheit viel Interpretation zulässt. Das kann bis in die abstrakte Abbildung realer Szenerien führen.

Für manche Menschen werden diese Bilder langweilig sein, noch langweiliger als lebhaftere Landschaftsbilder, andere Menschen mögen in genau diesem Freiraum eine anziehende Ruhe und Impulse für neue Gedankenfäden entdecken.


Ich stelle übrigens fest, dass diese minimalistische Reduktion gar nicht so einfach aufzuspüren ist. Ich muss mich auf die Suche nach dieser Einfachheit begeben, sie versteckt sich gerne hinter plakativen, dramatischen und eindrucksvollen Szenen. Sie will gefunden werden, will erspürt werden. 

Inzwischen ist mir bewusst, dass dies erst der Anfang einer langen Reise ist...